Was Sie für die Prüfung brauchen
Die Ausrüstung, die die Sportbootführerscheinverordnung vorschreibt, und was sie in der Prüfung leistet.
Diese Liste steht auf zwei amtlichen Quellen und erfindet nichts dazu. Anlage 3 Nummer 1.3 der Sportbootführerscheinverordnung zählt die bei der Navigationsaufgabe erlaubten Hilfsmittel abschließend auf: Was dort nicht steht, darf nicht auf den Tisch, auch kein Taschenrechner. Anlage 4 nennt die neun Knoten, aus denen in der praktischen Prüfung sieben abgefragt werden.
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Fertige Sets
Einzeln zusammensuchen geht genauso, die Liste darunter nennt jedes Teil und wofür Sie es brauchen. Wer es in einem Kauf haben will, nimmt eines davon.
Navigationsbesteck
Kursdreieck, Anlegedreieck, Marinezirkel und Druckbleistift in einem Satz. Damit ist die Navigationsaufgabe abgedeckt, bis auf die Karte.
Die beiliegenden Übungskarten sind Lernmaterial des Herstellers, nicht die amtliche Seekarte. In die Prüfung dürfen sie nicht mit.
Bei Amazon ansehenKnoten-Übungsset
Klampe, zwei Übungsleinen und eine Knotentafel zum Nachschlagen beim Üben.
Die Knotentafel ist zum Üben zu Hause. In der praktischen Prüfung legen Sie die Knoten ohne Vorlage.
Bei Amazon ansehenBeides zusammen
Navigationsbesteck und Knoten-Übungsset in einem Karton. Deckt beide Listen unten ab.
Die Übungskarte D49 fehlt auch hier, die besorgen Sie getrennt.
Bei Amazon ansehenDie 15 Kartenausschnitte als Buch
Alle 15 amtlichen Seekartenausschnitte, auf denen die Navigationsaufgaben spielen, gedruckt zum Üben zu Hause.
Übungsmaterial für zu Hause, kein Ersatz für die vollständige Übungskarte D49. In der Prüfung wird die Karte gestellt, geübt haben müssen Sie trotzdem vorher.
Bei Amazon ansehenWas in der Prüfung auf den Tisch darf
Erlaubt
Navigationsdreieck, Anlegedreieck, Doppellineal, Portland Plotter und Zirkel. Dazu Bleistift, Radiergummi und Anspitzer zum Zeichnen und ein Kugelschreiber zum Ankreuzen. Die Übungskarte wird in der Prüfung gestellt, die müssen Sie nicht mitbringen.
Nicht erlaubt
Alles andere. Die Verordnung nennt ausdrücklich Nachschlagewerke, auch elektronischer Art: kein Taschenrechner, kein Smartphone, keine Smartwatch, keine Formelsammlung. Auch Knotentafeln, Übungskarten und Merkblätter aus Übungssets bleiben zu Hause.
Anlage 3 Nr. 1.3 SpFV
Für die Navigationsaufgabe
Nur beim SBF See. Anlage 3 der Sportbootführerscheinverordnung zählt die erlaubten Hilfsmittel abschließend auf: Navigationsdreieck, Anlegedreieck, Doppellineal, Portland Plotter und Zirkel. Alles andere ist verboten, auch ein Taschenrechner oder ein Nachschlagewerk.
Kursdreieck und Anlegedreieck
Damit tragen Sie Kurse und Peilungen in die Seekarte ein und lesen sie ab. Üblich ist ein Satz aus zwei Dreiecken oder ein Doppelanlegedreieck.
Grundlage: Anlage 3 Nr. 1.3 SpFV
Kartenzirkel
Zum Abgreifen von Entfernungen an der seitlichen Kartenrandleiste. Ein Stechzirkel ohne Bleistiftmine reicht und rutscht auf der Karte weniger.
Grundlage: Anlage 3 Nr. 1.3 SpFV
Portland Plotter
Alternative zu den Dreiecken: eine Kursplatte mit drehbarer Kompassrose. Wer damit geübt hat, darf ihn auch in der Prüfung benutzen. Sie brauchen nicht beides.
Grundlage: Anlage 3 Nr. 1.3 SpFV
Übungskarte D49 (INT 1463)
Die 15 Navigationsaufgaben spielen alle auf dieser einen Karte, den Mündungen von Jade, Weser und Elbe. In der Prüfung wird sie gestellt, mitbringen müssen Sie sie nicht. Zum Üben zu Hause brauchen Sie aber ein eigenes Exemplar; sie stammt vom BSH und darf weder in der App noch hier mitgeliefert werden. Und weil sie nie mit in die Prüfung geht, dürfen Sie auf Ihrer Karte zeichnen, so viel Sie wollen.
Weicher Bleistift, Radiergummi, Anspitzer
Auf einer Seekarte wird viel gezeichnet und wieder weggenommen. Ein weicher Bleistift (2B) lässt sich rückstandsfrei ausradieren, ein harter gräbt sich ins Papier. Zum Ankreuzen des Fragebogens und für die Lösungen brauchen Sie zusätzlich einen Kugelschreiber.
Für die praktische Prüfung
Für jeden Schein. Die Manöver üben Sie auf dem Boot der Fahrschule, die Knoten müssen Sie aber selbst in die Finger bekommen, und das geht nur mit eigener Leine.
Zwei Übungsleinen, 8 bis 10 mm
Je etwa anderthalb Meter, am besten unterschiedlich dick: Der Schotstek verbindet zwei Leinen verschiedener Stärke, und genau daran erkennt der Prüfer, ob Sie ihn verstanden haben. Geschlagenes Tauwerk hält die Form besser als geflochtenes.
Grundlage: Anlage 4 SpFV
Klampe oder Knotenbrett
Das Belegen einer Klampe mit Kopfschlag ist einer der neun Knoten und lässt sich an einem Türgriff nicht üben. Eine einzelne Klampe zum Anschrauben tut es, ein Knotenbrett bringt Klampe und Stange gleich mit.
Grundlage: Anlage 4 SpFV
Rundholz oder Stange
Webleinstek und Webleinstek auf Slip legen Sie um einen Poller oder eine Sprosse. Ein Besenstiel reicht zum Üben völlig, gekauft werden muss dafür nichts.
Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich ist die Sportbootführerscheinverordnung in der jeweils geltenden Fassung; fragen Sie im Zweifel Ihre Fahrschule oder den Prüfungsausschuss.